Pressemitteilungen - FDP Stadtverband Attendorn

Pressemitteilungen vom 17.05.2017:

WR vom 17.05.2017 Fraktion FDP/ Die Grünen fordert Stärkungspakt

Attendorn. Rückläufige Besucherzahlen bei den Attendorner StadtfestenFDP / Die Grünen wollen Stärkungspakt

Befinden sich die Attendorner Traditionsfeste wie Frühlingsfest, Stadtfest und Martini-Markt auf dem absteigenden Ast? Susanne Schnatz, Stadtmarketing und Tourismus der Stadt Attendorn, widerspricht nicht: „Wir haben zwar keine neuen Erhebungen, aber in der Tendenz stimmt das schon, die Besucherzahlen sind rückläufig.“
Stammgäste bleiben weg

Die Qualität der Märkte auf der einen und die starke Konkurrenz in Nachbarkommunen auf der anderen Seite spielen nach Ansicht von Susanne Schnatz eine wichtige Rolle, wenn es um Ursachenforschung geht. Fakt ist, vor allem Besuchern aus Plettenberg und Meinerzhagen, die in früheren Jahren zu den Stammgästen gehörten, sind die Veranstaltungen die Fahrt in die Hansestadt nicht mehr wert.

Für den Einzelhandel eine alles andere als positive Entwicklung, denn die genannten Feste sind gemeinsam mit dem Weihnachtsmarkt die Anker für die vier verkaufsoffenen Sonntage in Attendorn, die auch in der Hansestadt erst nach einer Diskussion mit der Dienstleistungsgesellschaft Verdi genehmigt worden waren.

Was kann man tun?

Ralf Warias (FDP) schlägt für die Stadtratsfraktion FDP / Die Grünen vor, das Engagement der Stadt zu überprüfen: „Wir haben jetzt so viel in Steine investiert, wir müssen uns langsam mal Gedanken über die weichen Standortfaktoren machen.“ Investiert die Stadt an der falschen Stelle?

„Mit hohem finanzielle Aufwand wird der Kultursommer für eine noch überschaubare Menge von Bürgern veranstaltet, Nebeneffekte wie verstärkter Umsatz in der Stadt bleiben hier mehr oder weniger aus“, schreibt Warias in einem Antrag an den Rat.

Das Engagement zu überdenken, gebietet aus seiner Sicht allein die Zahl der Besucher: „Beim Kultursommer reden wir über Hunderte, bei Stadtfest, Frühlingsmarkt und so weiter über Tausende.“ Dabei geht es Warias nicht darum, den Kultursommer „einzudampfen“: „Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen, aber die Zielrichtung und der effektive Einsatz von Mitteln sind anzupassen.“

Es sei nicht alles eine Frage von Geld. „Die Qualität stimmt einfach nicht, wir haben zu viel Tingel-Tangel.“ In der Verwaltung gäbe es bereits gute Ideen, wie Stadtfest und Co. attraktiver gestaltet werden könnten, man habe bisher aber hinter dem Berg gehalten aus Sorge, dass sie im politischen Raum kaputt geredet würden.
Stärkungspakt

„Aber wir müssen das Thema diskutieren“, so Warias, „ich stelle mir eine Art Stärkungspakt für eine aktive Wirtschaftsförderung vor. Wir brauchen diese Ideen, denn seien wir doch mal ehrlich, in Olpe und Lennestadt läuft es besser.“

Christian Springob, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, wollte sich zu dem Thema nicht äußern. In der kommenden Woche sollen Vorschläge der Verwaltung zum Stadtfest diskutiert werden.
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