Pressemitteilungen - FDP Stadtverband Attendorn

Pressemitteilungen vom 09.09.2017:

WR vom 09.09.2017 - Ein Sau­er­stoff­zelt für den Käm­me­rer, bit­te!

Ein Sau­er­stoff­zelt für den Käm­me­rer, bit­te!

Die gro­ße Ro­cha­de: Ti­el­ke, Al­di, Muhr und Söh­ne: Al­le be­we­gen sich, und die Stadt soll be­zah­len

Gun­nar Stein­bach

Stein­bach

In der Nie­ders­ten Stra­ße dürf­te das Schlimms­te über­stan­den sein. Ab Mon­tag wer­den die Rand­stei­ne ge­setzt, da­nach be­gin­nen die Pflas­ter­ar­bei­ten. Wie’s dann aus­sieht, sieht man in der En­nes­ter Stra­ße.

At­ten­d­orn. Die gu­te Nach­richt zu­erst: In der Nie­ders­ten Stra­ße wer­den, so At­ten­d­orns Bei­ge­ord­ne­ter Cars­ten Graumann auf An­fra­ge, in der kom­men­den Wo­che die Rand­stei­ne ge­setzt, da­nach kön­nen die Pflas­ter­ar­bei­ten be­gin­nen. Die schlimms­te Dreck- und Ra­dau­pha­se dürf­te al­so auch für die An­lie­ger der Nie­ders­ten vor­bei sein.

Und wie geht es wei­ter?

Die kleins­te Trup­pe im Stadt­rat, die Frak­ti­on von FDP / Die Grü­nen hat für die nächs­te Rats­sit­zung ei­nen An­trag ge­stellt, der in die rich­ti­ge Rich­tung weist. Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ralf Wa­ri­as schreibt: „Schö­ne Stra­ßen und Bür­ger­stei­ge al­lei­ne rei­chen nicht aus, um Gas­tro­no­mie, Ge­wer­be und Han­del ­weiterzuentwickeln und Leer­stän­de zu be­kämp­fen. Es müs­sen ­wichtige Pro­jek­te zur Be­le­bung der Stadt und zur An­sied­lung von ­Frequenzbringern ak­tiv an­ge­gan­gen wer­den.“

Gelb-Grün schlägt des­halb vor, dass die Han­se­stadt künf­tig ge­zielt in der In­nen­stadt in­ves­tiert und sich bei Be­darf auch fi­nan­zi­ell in ­einzelne Ent­wick­lungs­maß­nah­men ein­bringt.

Hin­ter den Ku­lis­sen sind die Ge­sprä­che da­zu be­reits im Gan­ge, wie Cars­ten Graumann be­stä­tigt: „Aber sa­gen kann ich da­zu noch nichts.“ Die gro­ße Ro­cha­de, über die der Bei­ge­ord­ne­te nicht spre­chen will, könn­te so aus­se­hen:

Dreh- und An­gel­punkt ist die ­Firma Ti­el­ke, Am Zoll­stock, hin­ter dem Al­lee-Cen­ter und Lidl ge­le­gen. Seit Jah­ren lau­fen Ge­sprä­che ­zwischen der Ver­wal­tung und Ti­el­ke-Chef In­go Rüg­ge­berg über ei­ne Ver­la­ge­rung.

Vor den Som­mer­fe­ri­en gab es dann so et­was wie ei­nen klei­nen oder vor­läu­fi­gen Durch­bruch, den sich Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Pos­pi­schil und Chef­un­ter­händ­ler Lud­ger Ga­bri­el von den Frak­ti­ons­spit­zen in der Ten­denz ab­seg­nen lie­ßen. Die Eck­punk­te:

Die Stadt über­nimmt oder be­tei­ligt sich an den Um­zugs­kos­ten der Fir­ma Ti­el­ke.
Vor­teil Ti­el­ke

Das Un­ter­neh­men be­kommt ei­nen neu­en Stand­ort, wo­von die Stadt in mehr­fa­cher Hin­sicht pro­fi­tie­ren könn­te: Die An­selm-Din­ger­kus-Stra­ße kann bis zum Zoll­stock durch­ge­baut wer­den, da­für kann die Bahn­hof­stra­ße zu ei­ner Fuß­gän­ger­zo­ne wer­den. Da­durch wür­de das Um­feld des ehe­ma­li­gen Bus­bahn­ho­fes deut­lich auf­ge­wer­tet und Platz für ein Park­haus und at­trak­ti­ven bzw. groß­flä­chi­gen Ein­zel­han­del ge­schaf­fen.

Aber es gä­be ei­nen wei­te­ren Vor­teil: Gä­be die Fir­ma Ti­el­ke ih­ren der­zei­ti­gen Stand­ort auf, stün­de be­reits ein In­ter­es­sent für das Ge­län­de zur Ver­fü­gung. Die Fir­ma Al­di hat – wie man hört – ein In­ter­es­se, die bei­den bis­he­ri­gen Stand­or­te in At­ten­d­orn (En­nest und Zoll­stock) zu ei­nem gro­ßen zu ver­ei­nen. Das wie­der­um könn­te be­deu­ten, dass sich die Fir­ma Muhr und Söh­ne in At­ten­d­orn in Rich­tung des bis­he­ri­gen Al­di-Mark­tes er­wei­tern und da­mit auf das Grund­stück an der Köl­ner Stra­ße (ne­ben Ex-Re­nault-Kne­bel) ver­zich­ten könn­te, für das die Stadt wie­der­um sehr gu­te Ver­wen­dung hät­te. Dort könn­te das lan­ge an­ge­dach­te Park­haus am Köl­ner Tor ent­ste­hen. Sät­ze mit noch sehr viel Kon­junk­tiv. Auch des­halb, weil die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der Ver­wal­tung wohl nur „in der Rich­tung“ grü­nes Licht ge­ge­ben ha­ben, da al­lein die von In­go Rüg­ge­berg auf­ge­lis­te­ten rei­nen Um­zugs­kos­ten den Ab­ge­ord­ne­ten mäch­tig in den Oh­ren ge­klin­gelt ha­ben. Und wenn die Ab­ge­ord­ne­ten schon schlu­cken, braucht ­Attendorns Käm­me­rer Klaus Hese­ner mög­li­cher­wei­se bald ein Sau­er­stoff­zelt.
Das Pro­blem mit den Er­lö­sen

Zu­mal al­les noch „viel schlim­mer“ kommt. Auch in der In­nen­stadt, Was­ser­stra­ße, wird sich kaum et­was oh­ne städ­ti­sches En­ga­ge­ment be­we­gen. Hier wird At­ten­d­orn mög­li­cher­wei­se den „Ol­per Weg“ ­beschreiten müs­sen. Die Kreis­stadt hat sich ih­re Neue Mit­te auch et­was kos­ten las­sen.

Das heißt: Die Stadt muss Im­mo­bi­li­en er­wer­ben, viel­leicht auch ab­rei­ßen und wie­der an pri­va­te In­ves­to­ren ver­äu­ßern. Da­mit In­ves­to­ren aber ein Pro­jekt auf dem Ge­län­de ent­wi­ckeln kön­nen, wird der Ver­kaufs­er­lös ab­seh­bar un­ter dem Preis lie­gen, den die Stadt für Kauf und Ab­riss be­zahlt hat. Das Pro­blem: In­ves­to­ren müs­sen ei­ne Chan­ce se­hen, über Käu­fer oder Mie­ter das ein­ge­setz­te Geld wie­der zu er­lö­sen. Mie­ten und Kauf­prei­sen sind in At­ten­d­orn aber ziem­lich en­ge Gren­zen ge­setzt.

Es gibt auch Ent­wick­lun­gen in ­Attendorn, die ganz oh­ne Kon­junk­tiv be­schrie­ben wer­den kön­nen. Die Zu­kunft der Im­mo­bi­lie Köl­ner ­Straße 20 (Son­der­mann / Hip­p­auf) ist ge­klärt. Dort wird künf­tig als ­Frequenzbringer der Ein-Eu­ro-La­den ein­zie­hen und da­mit (hof­fent­lich) ein Ge­gen­ge­wicht bil­den zu den Ent­wick­lun­gen am an­de­ren ­Ende der Stadt.

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