Pressemitteilungen vom 13.10.2017:

WR vom 13.10.2017 - Ein Doggy-Park für Attendorn

Attendorn. Die Fraktion FDP/Die Grünen im Attendorner Stadtrat beantragt den Bau eines „Doggy-Parks“ und stößt damit in der Stadtverwaltung auf offene Ohren. Nach Ansicht des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Marius Becker könnte ein Doggy-Park einen Mangel beheben, den viele Hundehalter in Attendorn beklagen: Es gibt kaum Möglichkeiten, die Vierbeiner frei laufen zu lassen, ohne dass Belange der Landwirtschaft, der Tiere des Waldes oder des Verkehrs berührt werden.

Als Standort schlägt Gelb-Grün den Bereich zwischen Nordumgehung und Schwalbenohl bzw. dem „Franziskaner-Kreisel“ und „Viega-Kreisel“ vor. Marius Becker: „Durch den geringen Pflegeaufwand sollten die Kosten überschaubar und durch den Nutzen mehr als aufgewogen werden.“

Die Verwaltung steht Projekt und Standort grundsätzlich positiv gegenüber: Im Flächennutzungsplan der Hansestadt ist das Gelände als öffentliche Grünfläche vorgesehen, die sich mit einem solchen Freilaufgelände vereinbaren ließe. Dies insbesondere, da hier nach ersten Überlegungen Wegebeziehungen im Grünen entstehen sollen, die von Radfahrern, Joggern und Fußgängern genutzt werden können.
Wasser in den Wein

Nutzen würden diese Wege auch Hundehalter, dies sei auch schon auf dem Gehweg an der Nordumgehung zu beobachten. Eine Freilauffläche an einer solchen Wegebeziehung würde nach Einschätzung der Verwaltung eine qualitative Aufwertung für Hundehalter sowie für die Tiere bedeuten und zumindest auf den sonstigen Grünflächen zu einer Reduzierung der Hundekotproblematik sorgen. Dazu gehöre aber auch ein einsichtiges Verhalten der Hundehalter.

Aber!

Etwas Wasser schüttet die Verwaltung dann doch in den Wein: Eine kurzfristige Umsetzung ist an der Nordumgehung kaum möglich. Begründung:

Auf der anvisierten Fläche wird derzeit die Verlagerung der Stromtrasse für die neue Höchstspannungsleitung diskutiert. Vermutlich werden die Pläne dafür nicht vor 2019 vorliegen. Deshalb sollten die Überlegungen für den Doggy-Park zurückgestellt werden, um den Platz später, nach einer Verlagerung der Stromtrasse, nicht wieder verlegen zu müssen.

Die Verwaltung geht von Kosten in Höhe von 20 000 Euro für einen Doggy-Park in der Größe von 3000 Quadratmetern aus.

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