Pressemitteilungen vom 08.02.2018:

LokalPlus vom 07.02.2018 - FDP/Grünen-Fraktion Attendorn fordern Kompaktmasten fürs Repetal

Attendorn. Am 23. Januar hat die Offenlegung der Planungsunterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zum Neubau der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung für den Abschnitt „Punkt Attendorn“ (Baubetriebshof) bis Landesgrenze Rheinland-Pfalz - der so genannte „Abschnitt C“- begonnen. Die Attendorner FDP/Grünen-Fraktion spricht sich für Kompaktmasten aus.
Von diesem Neubau sind im Kreis Olpe die Gemeinden Kirchhundem und Wenden und die Städte Olpe, Lennestadt und besonders Attendorn betroffen. Die Höchstspannungsleitungen liegen in Attendorn zum Teil sehr nah an der Wohnbebauung.

„Wir meinen, dass im Sinne eines vorsorgenden Gesundheitsschutzes alle vertretbaren technischen Lösungen zur Verminderung möglicherweise schädlicher Belastungen genutzt werden müssen. Deshalb fordern wir Kompaktmasten“, macht Marius Becker, stellvertretender Fraktionsvorsitzender FDP/Die Grünen im Rat der Hansestadt Attendorn, deutlich.
"Kompaktmasten die bessere Lösung"
„Kompaktmasten sind Stand der Technik. Sie entsprechen allen deutschen Normen und sind demgemäß voll genehmigungsfähig. Sie sind genauso wirtschaftlich zu betreiben wie Stahlgittermasten“, führt Becker weiter aus. „Der Wald mit seinen lebenswichtigen Funktionen profitiert durch schmalere Trassen und geringeren Holzeinschlag. Deutlich mehr Bäume und Waldflächen werden erhalten", so Becker.

Und weiter: „Diese Masten mit nur jeweils einem kompakten Fuß greifen weniger in sensible Ökosysteme, in die Tier- und Pflanzenwelt und den Boden ein. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche wird im Vergleich zu konventionellen Bauweisen vergrößert und die Pflege um die Mastfüße ist aufgrund der geschlossenen Bauweise einfacher als bei den je auf vier Füßen stehenden Gittermasten. Kompaktmasten passen sich besser als die wuchtigen Gittermasten in die Landschaft ein.“
Geringere Belastung durch Kompaktmasten
Die Stromleitungen könnten gegenüber konventionellen Gittermasten zudem kompakter geführt und damit die elektrischen und besonders die gesundheitlich relevanten magnetischen Felder deutlich reduziert werden. Das habe ein unabhängiger Sachverständiger vom EMF Institut bestätigt, so Becker. Die Schlussfolgerung daraus: „Auf vorhandenen Trassen kann damit ein größerer Abstand zur Wohnbebauung ermöglicht und damit die Belastung für betroffene Anwohner deutlich verringert werden.“
Amprion setzt auf Gittermasten
Der Netzbetreiber Amprion will alleridngs weiter konventionelle Gittermasten bauen und hat entsprechend die Planungsunterlagen für Abschnitt C bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. „Amprion ist bis jetzt die Erklärung schuldig geblieben, wieso sie nicht bereit sind, zumindest in den sensiblen Bereichen in der Nähe der Wohnbebauung Kompaktmasten zu bauen. Die Aussage, Amprion habe keine Erfahrung mit diesen Masten, wirkt wenig überzeugend“, kritisiert Becker.

Kompaktmasten würden teilweise schon über Jahrzehnte in anderen europäischen Ländern mit vergleichbaren Normen und technischen Erfordernissen betrieben. „Wieso sollte, was in der Schweiz, in Holland und Frankreich inzwischen Standard ist, nicht auch bei uns möglich sein? Zumal einmal gebaute Leitungen und Masten Jahrzehnte stehen werden.“
Appell an Bewohner
Die FDP/Grünen-Fraktion fordert deshalb den Ausbau dieser Höchstspannungsleitungen in Kompaktbauweise sowohl für diesen ersten Bauabschnitt C wie auch für den späteren Abschnitt B (Stadtgrenze Plettenberg bis „Punkt Attendorn“/Baubetriebshof).

Und nicht nur das: Becker und Co. appellieren an die von dem Neubau der Höchstspannungsleitung im Abschnitt C betroffenen Bewohner des Repetals, die Gelegenheit zur Einsichtnahme in die Planungsunterlagen bis zum 22. Februar im Internet oder im Rathaus Attendorn zu nutzen und sich ihrerseits durch entsprechende Einwendungen -bis spätestens zwei Wochen nach dem 22. Januar - für den Bau von Kompaktmasten einzusetzen.

Copyright: LokalPlus/ Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz
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